Gerade hat einer der Oberärzte aus der Gyn angerufen in seiner Funktion als Leiter der operativen Abteilung. Alldieweil saß ich schniefend vor der Huldigungszeremonie von Wilhelm Alexander. Bin gerade sehr SEHR nah am Wasser gebaut. Nun gut, auf jeden Fall verlief das Gespräch ganz sachlich, er hat sich für den konstruktiven Brief bedankt und Verständnis gezeigt, daß wir vor dem nun 4. Eingriff, sollte er denn stattfinden, Sorge haben, nachdem er zweimal mißlungen war. Er hat gemeint, sie würden bei einer "jungen" Patientin mit Kinderwunsch eben nicht heftig im Uterus herumkratzen, sondern vielmehr sehr vorsichtig sein, darum könne es schon mal passieren, daß an schwer zu erreichenden Stellen Gewebe übrig bleibe. Warum ich das in meinem Umkreis bisher noch nie erlebt habe und schon gar nicht zweimal sei mal dahingestellt. Mir war wichtig, daß die Klinik weiß, daß wir nicht alles hinnehmen und darauf Wert legen, daß beim nächsten Mal besser hingeschaut wird, und das wird wohl der Fall sein, da beim nächsten Mal ein erfahrener Oberarzt den Eingriff machen wird unter hysteroskopischer Kontrolle und keiner der Assistenten. Der Name der Dame, die den Eingriff gemacht hatte, wurde mir im Übrigen auch genannt, ganz erstaunlich. Dabei hatte ich extra nochmals erwähnt, daß ich keinen namentlich beschuldigen wolle.
Aber sie haben sich gemeldet. Find ich fair.