Mir wär's wirklich sehr lieb, den Tag heute einfach mal aus meiner persönlichen Geschichte zu streichen. Ich bin heute müde, verpeilt und überhaupt nicht positiv gestimmt, ganz im Gegenteil. Heute mittag hab ich mit "meiner" KiWu- Ärztin telefoniert, wie es denn nun weitergehen soll. Müßt Ihr Euch eigentlich auch immer selbst melden? Irgendwie habe ich immer das Gefühl, wenn ich mich nicht melden würde zum neuen Zyklus, würde auch keiner nachfragen. Aber gut, hatte ich also meine Ärztin an der Strippe und sie meinte leicht zerstreut, dass wir doch mal 2 Zyklen abwarten sollten statt nur einen, damit sich meine Eierstöcke erholen könnten. Daraufhin meinte ich, daß das doch bisher nie einen Unterschied gemacht habe, und im Übrigen habe ich ja wegen der Fehlgeburt im April vor der ICSI im Juli eh schon 3 Monate gewartet und auch das hatte keinen positiven Effekt auf die Follikelanzahl. Sie blieb bei ihrer Empfehlung und meinte auch, ich solle dann im Zyklus vorher nochmal die Pille nehmen. Dann hab ich gefragt, ob sie denn nochmal zur Endometriumsreizung raten würde, die sie doch vor der letzten ICSI so hoch angepriesen hatte. Dazu meinte sie dann, nö, also dazu würde sie nicht raten wegen der Gefahr der Verklebungen (die ich bisher nicht hatte und wieso sollte es wegen so einer kleinen Reizung denn plötzlich Verklebungen geben? Warum raten denn dann alle anderen, die diese Reizungen machen, dazu?? Und wieso hat sie es dann bei mir gemacht, wenn sie nicht überzeugt ist? Und wieso eigentlich an Zyklustag 14 und nicht später??) Fragen, die sie mir nicht wirklich beantworten konnte. Dann meinte sie, sie würde wieder mit Gonal F stimulieren, aber mit einer höheren Dosis, wozu ich dann meinte, ich hätte das Gefühl, daß die Eizellqualität unter dem Menogon besser war, zumindest gab es keine reifen und unreifen nebeneinander. Das überließ sie dann gänzlich meiner Entscheidung, dazu gebe es keine Studien. Und wieso soll ich noch mehr Gonal auf meine spärlichen Eizellen donnern?? Davon werden die doch auch nicht zahlreicher. Und dann, ganz am Ende des Gespräches rückte sie dann damit raus, daß sie Ende des Monats die Klinik verlassen wird.
Womit mir ihre wurstige Egalhaltung plötzlich klar wurde.
Jetzt bin ich sauer und verunsichert, weil ich wieder das Gefühl habe, allein entscheiden zu müssen. Ich will nicht warten, weil ich das Gefühl habe, ohnehin nicht mehr als 2-3 Follikel zu produzieren, warum also warten?? Ich wünsche mir ein Konzept. Jemand, der sich dahinterklemmt und mit mir bespricht, was man noch versuchen kann. Nicht immer Schema F und immer gleich. Ich will, daß vor Stimu-Start ein Ultraschall gemacht wird, um Zysten auszuschließen und nach Antralfollikeln zu schauen. Und ich will auch, daß man mir mal Blut abnimmt, um zu prüfen, ob meine Hormonlage so ist, daß ein Transfer Sinn macht. Ich will nicht dauernd darum bitten müssen, daß man nicht nur TSH
bestimmt sondern auch fT3 und fT4 und ich will, daß die Schilddrüseneinstellung als relevant eingeschätzt wird.
Weil ich mich mit dieser wurstigen Egalhaltung nicht wohl fühle, habe ich jetzt in einer anderen Praxis einen Termin vereinbart. Und nochmal bei der alten KiWu angerufen, daß ich wirklich gern im September weitermachen möchte und nicht erst im Oktober. Was dann seltsamerweise ganz unproblematisch ging. Das Rezept für Menogon kommt mit der Post.
Trotzdem bin ich jetzt latent verunsichert, ob ich nicht doch besser warten und im Vorzyklus die Pille nehmen sollte. Andererseits hatte ich danach beim letzten Mal genau 2 Eizellen. Und eine Schwangerschaft, aber die ging ja in die Hose.
Irgendwie glaube ich mehr an die Statistik als daran, daß die Pille wirklich was nützt in meinem Fall.
Hm.
Mal was ganz anderes: hat schon mal jemand DHEA oder Testosteron genommen, um das Ansprechen auf die Stimulation zu verbessern?